Yoga with Adriene – Challenge Tag 1-7

Wie vielleicht der ein oder andere bereits über Instagram mitbekommen hat, wage ich, die ich in Sachen Sportlichkeit irgendwo zwischen einem Koala und einem Maikäfer rangiere, mich ausgerechnet an die Beweglichkeits-Sportart schlechthin. Yoga.

Im Rahmen einer 30-Tage-Challenge versuche ich fitter und beweglicher zu werden und einen regelmäßigen Turnus in mein Bewegungsleben zu bringen. Zur Seite stehen mir zwei Menschen: einmal Michelle, mit der ich mich zu dieser Herausforderung entschieden habe und Adriene, Gründerin und Macherin des YouTube-Kanals YogaWithAdriene, mit deren 30 Days of Yoga wir das Jahr gestartet haben.

Eine ganze Woche ist jetzt schon rum, bisher habe ich jeden Tag tapfer durchgehalten und heute, am neunten Tag, habe ich meine tägliche Yoga-Dosis sogar auch schon abbekommen.

Michelle und ich haben uns nicht großartig vorbereitet oder so. Am Sonntag haben wir entschieden, dass wir die Challenge machen, am Montag ging es schon los. Mein Vorsatz war von Beginn an, die Übungen morgens zu machen, am besten noch vor dem Frühstück. Die ersten drei oder vier Tage hat das schonmal nicht geklappt, da habe ich es meistens abends gemacht oder eben so, wie es gerade passte. Mittlerweile mache ich es tatsächlich direkt nach dem Aufstehen.

Yoga 1

Tag 1: Das kennt wahrscheinlich jeder, der lange keinen Sport mehr gemacht hat und am besten auch noch nie wirklich viel Sport gemacht hat, der erste Tag schafft einen. Jeder Tag der Challenge hat ein bestimmtes Motto, das erste war „Ease into it“. Die ersten Schwierigkeiten tun sich direkt bei der Atmung auf, beim Einatmen geht man zumeist in die Position, beim Ausatmen weitet man sie aus, oder man entspannt sich wieder. Das ist gar nicht so einfach zu koordinieren, wenn man sonst wenig bis gar nicht auf seine Atmung achtet. Von den Übungen her war dieser Tag nicht wirklich schwer, Muskelkater hatte ich aber doch ziemlich, besonders in den Beinen.

Yoga 3

Tag 2: „Stretch and Soothe“ war das Motto des Tages und so fühlte es sich auch an. Meine eh schon strapazierten Beinmuskeln litten noch mehr und der Weg die Treppe runter zum Essen war eine einzige Qual. Mit der Atmung kam ich immer noch nicht wirklich klar. Meine Lieblings-Hass-Pose kam zum ersten Mal vor, Krieger 1-3. Die geht richtig in die Beine und so war es vielleicht sogar ganz gut, dass ich keinen ganzen Tag mehr vor mir hatte, sondern auf der Couch den Abend verbringen und meinen Muskeln etwas Entspannung gönnen konnte. Michelle und ich befürchteten schon das Schlimmste für den nächsten Tag.

Tag 3: „Forget what you  know“ About Yoga, war der vollständige Titel des Videos. Der dritte Tag war weniger Yoga als Workout. Die Dehnübungen, die man im Sportunterricht schon gehasst hat, kamen wieder zurück in mein Leben, ABER mit der richtigen Atmung und Motivation war alles halb so schlimm. Im Gegensatz zu Tag 2, nach dem wir uns gegenseitig bemitleidet haben und wahrscheinlich hart gestöhnt haben, war Tag 3 recht entspannt und easy going.

Tag 4: Dieser Tag war dem Rücken gewidmet „Yoga for your back“. Ich glaube, ich habe meinem Rücken noch nie so etwas gutes getan, wie an diesem Tag. Jede Verspannung, die ich durch falsche Haltung oder zu langes Sitzen und Liegen hatte, hat sich innerhalb weniger Minuten gelöst und mein Rücken fühlte sich wunderbar an. Ich konnte zwar noch einen Tag lang bei jeder Bewegung die Gelenke knacken hören, aber es tat wirklich richtig gut. Bisher mein absoluter Highlight-Tag.

Tag 5: „FEEL ALIVE FLOW“ – Yoga ist eine ganzheitliche Erfahrung. Körper und Seele im Einklang. An Tag 5 war das besonders gut zu spüren. Alles wurde geöffnet, gestreckt und weit gemacht. Man konnte es fast entspannend nennen, auch wenn der Krieger wieder dabei war, dieses Mal in neuen Variationen und in schnellerer Abfolge mit anderen Positionen und Übungen. Was ich gemerkt habe, ist die Atmung. Ich habe es meistens geschafft, einzuatmen, wenn es in eine Übung hineinging, und auszuatmen, wenn die Muskeln sich wieder entspannt haben oder noch weiter geöffnet haben. Das machte sogar den Krieger für mich viel einfacher als noch an Tag 2.

Tag 6: „SIX PACK ABS“. Ich glaube, das war nach Tag 2 bisher der schlimmste Tag. Fast alle Übungen gingen in den Bauch und die Oberschenkel. Ich konnte zwei Tage nicht mehr richtig lachen, weil es so wehtat. Es waren zwar nur 17 Minuten, aber mit modifizierten Crunches und einer Boat-Position kann man einen guten Bauchmuskelkater bekommen. Wenigstens weiß ich jetzt, dass da auch wirklich Muskeln sind.

Tag 7: Nach der Beanspruchung einzelner Muskelgruppen in den Tagen zuvor, stand gestern dann Ganzkörper-Yoga auf dem Plan. Jede Übung, die den Bauch erreicht hat, war hart für mich und meine Arme, die für Kraftakte nunmal absolut nicht zu gebrauchen sind, haben sich mit Zittern bei mir für eine einhändige seitliche Plank auf jeder Seite bedankt. Aber ich hab es durchgezogen und so lange ausgehalten, bis ich wirklich nicht mehr konnte, vielleicht fünf Sekunden vor Ende der Übung jeweils.

Yoga 2

Fazit: Ich bin wacher, fröhlicher und befreiter durch die täglichen Yoga-Übungen. Ich freue mich schon sehr auf Woche 2 und hoffe, dass ich ähnlich Positives zu berichten haben werde. Den Kanal empfehle ich auf jeden Fall jetzt schonmal. Er ist auf Englisch, aber dank der Übungen, die sie auch immer vormacht und mitmacht, kann man auch mit mittleren Englischkenntnissen gut durchkommen. Adriene macht das Ganze mit Humor und sie strahlt eine unheimliche Lebensfreude und Sympathie aus, dass man jede Übung gleich mit doppelt so viel Motivation angeht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s