Eine Nacht zum Vergessen – Aquila

*Rezension – no Spoiler!

Die österreichische Autorin Ursula Poznanski hat ihren Weg schon vor ungefähr zwei Jahren mit tatkräftiger Hilfe meiner Mitbewohnerin in mein Bücherregal geschafft. Die Krimi-Reihe rund um Beatrice Kaspary und Florin Wenninger hat mich schon die ein oder andere Stunde Schlaf gekostet.

Poznanski

Ihr neuestes Buch, Aquila, durfte ich schon zu Weihnachten verschenken und als ich es in der On-Leihe meiner Bücherei sah, habe ich es mir gleich mal vorgenommen. Es war mein erstes E-Book, das ich auf Mamas altem Tolino gelesen habe.

Aquila ist die Geschichte von Nika, einer Kunstgeschichte-Studentin aus Deutschland, die in der malerischen Stadt Siena ihr Auslandssemester verbringt. Eines Morgens wacht Nika auf, gänzlich ohne Erinnerungen an die letzte Nacht, oder viel mehr die letzten Nächte. Ein Schock. An ihrem Badezimmerspiegel sind kryptische Botschaften geschmiert, außerdem findet sie einen Zettel mit Notizen, verschlüsselten Botschaften, die sie sich selbst geschrieben hat. Ihr Handy ist weg, genauso wie das Ladegerät ihres Laptops.

Was außerdem fehlt, ist ihre Mitbewohnerin Jenny, mit der sie den letzten Abend, an den sie sich erinnert, verbracht hat. Eine Vermisstenmeldung bei der Polizei nutzt nichts; als eine Leiche in den Bottini, dem unterirdischen Wasserleitungsnetzwerk Sienas, gefunden wird, wird Nika des Mordes verdächtigt.

Während sie versucht, die Polizei von ihrer Unschuld und ihrem Gedächtnisverlust zu überzeugen, versucht sie die Rätsel, die sie sich selbst gestellt hat, zu lösen. „Weihnachten voller Angst.“ oder „Halte dich fern von Adler und Einhorn“. Adler heißt Aquila, aber was soll Nika mit diesen Informationen anfangen?

Eine Zickzack-Jagd durch das malerische Siena beginnt und Nika kann niemandem trauen, oder?

Die Charaktere

Eigentlich gibt es hier nur Nika zu nennen. Nika ist blond, hat Probleme mit ihrem Stiefvater und weiß nicht so richtig, was sie mit ihrem Leben anfangen will. Man kann sich gut in sie hineinversetzen, sie ist durchschnittlich, aber keinesfalls langweilig. Sie klammert sich an jeden Strohhalm, der sie zur Wahrheit führen könnte und reagiert nach ihrem Gedächtnisverlust genauso, wie man es sich vorstellt. Ihre Gefühlswelt ist mir etwas zu wirr. Im einen Moment ist sie komplett egoistisch, im nächsten Moment will sie ihre Mitmenschen wieder beschützen.

Die Geschichte rund um Jenny war mir persönlich etwas zu abgedreht, genau wie um Liz. Auch im Nachhinein hat die zweite für mich keinen großen Sinn und Mehrwert ergeben, außer, dass es der Protagonistin noch schwerer gemacht wurde, irgendwo unterzutauchen.

Zu Stefano möchte ich nicht groß etwas sagen, nur so viel: er war mir sympathischer als Lennard.

Aquila

Meine Meinung

Das Ende war leider ein bisschen sehr konstruiert, die Auflösung rund um den Tod des Mädchens in den Bottini gefiel mir leider gar nicht. Nachdem ich ja schon einige Bücher von Poznanski gelesen habe, fehlte mir die Glaubwürdigkeit und die Leichtigkeit, mit der sonst in ihren Büchern die Auflösungen kommen. Hier wirkte es sehr abgehackt und auf irgendeine Weise griffen die Zahnräder nicht flüssig ineinander und es war etwas holprig. Spannend war es aber allemal!

Fazit

Handlung: 3/5

Charaktere: 3/5

Spannung: 4/5

Schreibstil: 3/5

 

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