11 Freunde müsst ihr sein

*Rezensionsexemplar

Danke an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Buches.

Ich werde meinen Blog umstrukturieren. Er soll nicht mehr auf Reisen und Bücher ausgerichtet sein, sondern auf politische Themen. Natürlich werde ich weiter über meine Bücher berichten, besonders wenn sie politische Relevanz haben, und über meine Reisen auch. Ich werde allerdings politische Aspekte mit einfließen lassen und nicht mehr nur reine Berichte schreiben.

So, wer jetzt noch da ist, heute ist Anpfiff für das erste Spiel der FIFA WM 2018, ausgetragen in Russland. Das Eröffnungsspiel zwischen Russland und Saudi-Arabien ist nicht der Knaller, den sich Fans erhofft haben. Im Vorfeld zur WM war Politik immer wieder Thema, sei es der Doping-Skandal oder die Beschneidung der Meinungsfreiheit durch den russischen Staat. Doch dazu später im Text.

Das Buch, das ich heute vorstellen will, ist kein Roman und auch keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern eine Liebeserklärung an den Fußball. „Die 100 besten Spiele aller Zeiten“ aus der Redaktion des „11 Freunde“-Magazins erschien im März beim Heyne-Verlag und heute ist der perfekte Tag, um es vorzustellen. Denn Spiele wie das Halbfinale der WM 2014, als Deutschland Brasilien förmlich überrannte, erhoffen wir uns alle auch dieses Mal.

Der Titel ist Programm. Auf je vier Seiten berichten Redakteure Tim Jürgens und Philipp Köster von nationalen und internationalen Spielen mit großer Brisanz, vielen oder kuriosen Toren, oder einfach nur sehr starken Mannschaften.

11 Freunde

Die Berichte sind gespickt mit Farbfotos (soweit vorhanden) und auch der 11 Freunde eigenen Prise Ironie. Es ist ein Nachschlagewerk, um in Erinnerungen zu schwelgen, oder um Angeberwissen zu sammeln, oder um einfach für sich selbst mehr über Fußballspiele, auch vor der eigenen Zeit zu erfahren.

Es ist eine Liebeserklärung an eine Sportart, die Generationen, Nationen und Geschlechter verbindet und zusammenführt und die oft politischer ist, als sie sich selbst wahrnimmt.

Mir gefällt es sehr gut, vor allem in Verbindung mit den Erzählungen meines Vaters, der sich an viele Partien noch erinnern kann, zeigt es mir wieder, warum der Fußball so eine große Fangemeinde hat und macht Hoffnung, dass er vielleicht noch nicht ganz an den Kommerz verloren gegangen ist.

Die Kommerzialisierung des Fußballs geht, wie die letzten WM-Vergaben gezeigt haben, auch mit einer Politisierung einher. Dieses Jahr findet die Weltmeisterschaft nun in Russland statt und schon seit Wochen wird wieder über das organisierte Doping russischer Sportler berichtet. Höhepunkt ist der ARD-Dopingexperte, dem empfohlen wurde, in Deutschland zu bleiben.

Doch auch abseits der großen Ereignisse ist Fußball politisch. Im Amnesty Journal für Juni und Juli ist der Fußball großes Thema. Amnesty zeigt, wie sich Randgruppen zu starken Bündnissen zusammenschließen und durch den Fußball zueinander finden, Stärke und Mut beweisen und sich Gehör und Aufmerksamkeit verschaffen.

Amnesty Journal

Da gibt es Flüchtlingsmannschaften, die von den großen Clubs der Premier League unterstützt werden, oder solche aus der LGBTIQ* Community in Russland – eine Gruppe deren Rechte immer mehr beschnitten werden.

In Saudi-Arabien und dem Iran kämpfen Frauen für mehr Rechte und gründen Fußballvereine.

Der Fußball ist politisch. Nicht nur der große Profifußball, sondern auch der Amateurfußball. Wer das verkennt, ist entweder naiv oder hat keine Ahnung vom Fußball.

Die Zeit wird zeigen, ob die Politisierung des Fußballs Früchte trägt und wie insbesondere der Profifußball sich entwickelt.

Habt ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße

Jojo

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