Städtereise hoch 8 – Wien

Hallo ihr Lieben,

der Anfang unseres Urlaubs ist schon über einen Monat her und bevor die Erinnerungen ganz verloren gehen, gibt es heute den vorerst letzten Teil meines Reiseberichts in chronologischer Reihenfolge. Hier kommt ihr zu Teil 1, Teil 2 und Teil 3 der Reihe!

Von Belgrad ging es erstmal wieder zurück nach Budapest, in einem Nachtzug, der gar keiner war, weil es Betten oder Liegen nur für die erste Klasse gab, für alle anderen gab es stinknormale Sitze und da der Zug fast komplett voll war, gab es auch nicht die Möglichkeit, sich mal richtig auszustrecken.

Nach einer unruhigen Nacht kamen wir dann in Budapest an (mit nur einer Stunde Verspätung – oh Wunder!) und stiegen in den Zug, der uns in zwei Stunden von Budapest nach Wien brachte.

In Wien waren wir als erstes wieder froh, alles lesen zu können, die Leute – zumindest halbwegs – verstehen zu können und auch wieder mit Euro bezahlen zu können. Das ganze Umrechnen und dauernd neues Geld haben mit Münzen, die teilweise genau gleich aussehen, war zwar eine coole Erfahrung, aber der Euro ist mir da doch deutlich lieber.

In Wien hatten wir ein Airbnb direkt an einer Einkaufsstraße gelegen, das wir dann auch sofort fanden und bezogen. Der Extra-Reiseführer, den wir uns für Wien gekauft hatten, wurde zu allererst rausgeholt und nach ein bisschen Überlegen entschieden wir uns dafür, erstmal auf den Naschmarkt zu gehen und uns nach Souvenirs für unsere Eltern umzuschauen.

Einfach nur aus Trotz, weil wir unsere langen Jeans nicht umsonst mitgenommen haben wollten, trugen wir bei den – für unsere Reise doch recht kühlen – 25 Grad lange Jeans und nahmen uns Pullis mit. Nachdem wir einige Souvenirs und Mitbringsel erstanden hatten, machten wir uns auf den Weg Richtung Prater und weiter, um – wie sollte es anders sein – Fußball zu schauen. Austria Wien spielte gegen den Linzer ASK. Auch hier gab es Souvenirs für die männliche Fraktion.

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Leute, ihr wisst, dass ich Fußball liebe. Ich weiß nicht, wer von euch diese Liebe teilt, aber kennt ihr noch Heiko Westermann, ehemals HSV-Spieler und jetzt seit dieser Saison Teil der Veilchen? Oh mein Gott. Wir dachten eigentlich, dass wir keinen einzigen kennen, immerhin ist Austria solider 9. von 10 in der österreichischen Liga, aber auf einmal steht da diese Legende im Spielheftchen. Unfassbar. Definitiv ein Highlight.

Nach dem Spiel machten wir uns auf den Weg zum bekanntesten Schnitzelrestaurant in Wien, Figlmüller. Und was soll ich sagen? Ich schwebe immer noch im siebten Schnitzelhimmel, wenn ich daran denke. Es war einfach so lecker und definitiv seinen Preis wert.

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Am nächsten Morgen ging es mit Touristen-Essen weiter. Meine Mitbewohnerin hatte mir, die keine Ahnung von Wien hatte, empfohlen Sacher-Torte zu essen, und wo kann man das besser als im Café Sacher? Mensch, war das lecker. Die totale Kalorien- und Zuckerbombe aber ein richtiger Gaumenschmaus (auch wenn es mir nachher kurz nicht so gut ging. In Kombination mit heißer Schokolade mit Sahne war das vielleicht doch ein bisschen zu viel Zucker auf nüchternen Magen).

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Danach ging es dann in Richtung Hofburg, wo wir die kaiserliche Silberkammer bestaunen durften und mehr über den Mythos Sissi erfuhren. Alles war sehr pompös und sah teuer und edel aus, insgesamt ein sehr interessantes Museum. Eins der ausgestellten Silbergedecke mit wasweißichwievielen Teilen wurde einfach nie benutzt.

Die beiden jüdischen Museen lasse ich einfach mal raus, da sie mich beide nicht vom Hocker gehauen haben, abgesehen von dem Museumsshop, wo ich zwei Bücher erstehen konnte.

Abends waren Alex und ich zum Abschluss unserer Reise dann endlich richtig im Prater, sind Riesenrad gefahren und Achterbahn und haben den Urlaub meiner Meinung nach gut ausklingen lassen.

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Wien ist auf jeden Fall eine Stadt, die ich sicherlich nochmal besuchen werde, da wir vieles nur oberflächlich sehen konnten und noch mehr Sachen gar nicht bei unserer begrenzten Zeit.

Wie sieht es bei euch aus?

  • Wart ihr schonmal in Wien?
  • Würdet ihr wieder hin?
  • Was hätten wir uns noch unbedingt ansehen sollen?

Liebe Grüße,

Joanna

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Städtereise hoch 8 – Teil 3

Heute will euch euch von den drei Städten berichten, über die sowohl Alex, als auch meine Wenigkeit vorher kaum etwas wussten: Bukarest, Sofia und Belgrad. Diese drei Städte sind nicht gerade die bekanntesten Reiseziele und besonders Sofia und Bukarest werden häufig als Stopp für eine Zwischenübernachtung genutzt, bevor es nach Varna oder Constanta ans Meer geht.

Unser erstes Ziel war Bukarest, wohin uns die Fahrt 16 Stunden gekostet hat von Budapest aus. 16 Stunden in einem Schlafwagen sind gut auszuhalten, wirklich entspannend war es aber auch nicht wirklich. Aber immerhin hatten wir eine Klimaanlage im Abteil und der Zug war viel leiser als der von Krakau nach Budapest.

In Bukarest angekommen, war es erstmal ein Schock zu sehen, dass man einfach 30 Minuten für vier Auto-Kilometer mit der Bahn braucht, um vom Nord-Bahnhof in die Innenstadt zu kommen, aber die Metro fährt einfach einen unnötigen Schlenker und braucht deshalb einfach mindestens doppelt so lange.

Unsere Unterkunft war ein modernes Apartment direkt am Eingang zur Altstadt, nach hinten raus gelegen und deshalb auch schön ruhig. Abends haben wir was landestypisches gegessen und sind noch in Richtung des hell erleuchteten Parlamentspalast gegangen, der auch bei Nacht riesig aussieht und absolut imposant wirkt.

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Am nächsten Morgen war dann der Parlamentspalast von innen auf der Tagesordnung. Aufgrund des Desasters in Budapest, waren wir auch schon wirklich früh da, aber es scheint mehr Besucher-Kapazitäten zu geben als in Budapest, nach uns kamen immer mehr Leute und es waren viele Gruppen gleichzeitig unterwegs.

Der Eindruck von innen hat den von außen noch bei weitem übertroffen. Überall Marmor, teures Holz aus Afrika mit filigranen Verzierungen und Kronleuchter, die eigene Schaltzentralen brauchen. In den anderthalb Stunden haben wir ca. 5% der nutzbaren Fläche sehen können, also nur einen kleinen Bruchteil.

Dieses Gebäude hat mich einfach nur geflasht und auch wenn Bukarest sonst nicht die schönste Stadt ist, hat sie einen wirklich bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Nach Sofia ging es mit dem Tagzug, was hieß, dass wir erst abends angekommen sind, viel zu spät um noch etwas zu machen, weshalb ich nur den einen Tag dort zählen kann. Morgens sind wir in die Alexander-Newski-Gedächtniskirche mit anschließendem Besuch im Museum der Krypta gegangen. Im Museum gab es viele Ikonographien zu bestaunen und auch an der Kirche selbst hat man gemerkt, dass hier die russisch-orthodoxe Kirche zuhause ist. Ein Gotteshaus mit goldenem Dach sieht man ja hierzulande eher selten.

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Sofia hatte für uns im Nachhinein eher den Charakter eines Ruhetages, weil wir nicht so viel gemacht haben und uns nicht viel angesehen haben, aber bei 15 Tagen Kultur und Stadt durchgehend, musste das auch mal sein. Am meisten ist mir leider das Essen in Erinnerung geblieben, das in unserem Reiseführer empfohlen wurde. Von den großzügigen Portionen wurde nicht einmal ich richtig satt und das Personal hat uns über eine halbe Stunde einfach so sitzen gelassen, ohne dass die Teller abgeräumt wurden oder ähnliches. Daumen runter dafür!

Über die Fahrt nach Belgrad könnte ich mich immer noch furchtbar aufregen, aber über die Zugfahrten allgemein, wird es noch einen speziellen Blogpost geben, daher schweige ich mal zu dem Thema. In Belgrad stand dann der Besuch des – von Alex sehnsüchtig erwarteten – Tesla-Museums auf der Liste der Must-Sees und so sind wir mal wieder durch die Mittagshitze dorthin gegangen. Das Museum war ziemlich cool, Teslas Erfindungen und Entdeckungen wurden vorgestellt und anhand von Experimenten erklärt. 500.000 Volt, die einfach mal durch deinen Körper fließen, wtf?

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Nachmittags waren wir dann auf einem Berg in einer Zitadelle, die einige Museen beherbergt und einen Park mit einigen schönen Aussichtspunkten. Hier ist auch das Beitragsbild entstanden und wieder ist der Himmel absolut wolkenlos und man schwitzt so sehr, dass man trotz übermäßigen Wasserkonsums kaum aufs Klo muss.

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Naja, alles zu berichten würde den Rahmen deutlich sprengen, aber ich hoffe doch, dass ich euch einen Eindruck von den drei Städten vermitteln konnte.

Hier kommt ihr zu Teil 1 und Teil 2 der Reihe. Falls ihr die Artikel noch nicht gelesen habt, feel free!

Danke für’s Lesen,

Joanna

PS: Sorry, für die schlechte Bildqualität, teilweise sind das nur Handybilder.

Städtereise hoch 8 – Budapest

Oh ja, ihr lest richtig. Schon wieder ein neuer Post von mir. Was geht? Wird das hier jetzt tatsächlich regelmäßig? Versprechen kann ich noch nichts, aber ein paar ziemlich große Lasten sind in den letzten Tagen von mir abgefallen und jetzt habe ich wieder einen freieren Kopf und kann mich kreativer wieder etwas austoben.

Falls ihr den ersten Post noch nicht gesehen habt, hier ist er nochmal verlinkt. Nachdem ich also schon über Warschau und Krakau erzählt habe, kommt jetzt mein Bericht über die dritte Station Budapest.

Von Krakau aus sind wir das erste Mal mit dem Nachtzug in eine andere Stadt gefahren, aufregend! Nachtzüge gibt es ja bei der deutschen Bahn gar nicht mehr, deshalb war das eine ganz neue Erfahrung für uns. Die Reservierung hatten wir schon im Vorhinein erledigt, weil wir nicht stundenlang anstehen wollten, um dann in ein achter Compartment zu kommen oder sowas.

Wir hatten ein Zweier-Abteil, was ziemlich bonzig war, aber wir hatten uns bewusst dazu entschieden. Leider war die Nacht nicht besonders angenehm, weil es entweder zu warm war oder zu laut, je nachdem ob das Fenster offen oder geschlossen war.

Naja, jedenfalls sind wir dann morgens in Budapest angekommen, mussten ein bisschen Zeit totschlagen, weil unser Airbnb erst ab 10 Uhr frei war. Auch dieses Apartment war nah am Bahnhof gelegen und absolut ausreichend für die eine Nacht, die wir in Budapest verbringen wollten.

Am ersten Tag sind wir mit den Öffis nach Buda gefahren und sind, wie sich das für gute Touristen gehört, mit der Standseilbahn nach oben auf den Berg gefahren, auf dem das Schloss, die Fischerbastion und die Matthias-Kirche stehen. Die Aussicht ist wirklich unglaublich schön, so über die Donau rüber nach Pest, Blick auf den Parlamentspalast und die ganze Stadt, das hat definitiv was.

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Eine Fahrt mit der Standseilbahn ist für Touristen ein Muss. Die billigere Alternative sind Busse oder eben zu Fuß.

Das Schloss beherbergt heute die ungarische Nationalgalerie mit Kunstwerken aus dem Mittelalter, der Renaissance, dem Barock… Eigentlich allen Zeitaltern bis heute. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall für die Bilder, die teilweise alleine ganze Wände ausfüllen und viel über die ungarische Geschichte verraten. Wir haben fast den ganzen Nachmittag dort verbracht und bereuen keine Sekunde.

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Auch für Leute (wie mich), die mit Kunst nicht so viel anfangen können, ist die Galerie interessant und spannend.

Rund um die Burg ist das Burgviertel mit der Matthiaskirche, deren Dach aussieht wie ein Mosaik und der alten Fischerbastion. Überall tummeln sich Touristen aus aller Herren Länder, aber überfüllt war es nur an wenigen Stellen.

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Abends waren wir in einem netten Restaurant mit tollem Essen und nettem Personal essen, für meinen Freund gab es traditionell ungarischen Pörkölt, eine Art Gulasch und für mich Paprika-Hähnchen und eine richtig leckere hausgemachte Limonade.

Falls ihr mal in Budapest seid und nach einem Restaurant sucht, kann ich euch „Puli“ nur empfehlen.

Am nächsten Tag haben wir uns in Pest aufgehalten, erstmal die Stefans-Basilika angeschaut und den Turm hochgekraxelt. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die Donau, das Parlamentsgebäude und auf Buda. Und es ist nicht ganz so warm.

In der Mittagshitze war es dann wirklich nahezu unerträglich. Wir waren immer nur auf der Suche nach Wasser und Schatten und dann wurden unsere Pläne noch durchkreuzt. Wir durften nicht in den Parlamentspalast, weil alle Karten für den Tag schon ausverkauft waren. Was für ein Mist. Stattdessen sind wir dann auf die Margareten-Insel gefahren und haben in einem Park gesessen und an einem Springbrunnen, an dem die Wasserfontänen zu Liedern getanzt haben, die abgespielt wurden. Das war echt cool und genau das richtige bei 38 Grad.

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Abends sind wir dann die ganze Andrássy utca entlang gelaufen bis zum Heldenplatz, auf dem wir einen großen Budapest-Schriftzug erwarteten, der aber nicht vorhanden war. Vielleicht hatte ich nur geträumt, dass es den gibt.

Den Rest unserer Zeit haben wir dann am Bahnhof totgeschlagen, weil wir fertig waren von dem Wetter und unsere längste Zugfahrt vor uns lag mit 16 Stunden, Gott sei Dank wieder im Schlafwagen, aber trotzdem ein ganz schönes Eckchen.

Wie sieht es bei euch aus?

  • Wart ihr schonmal in Budapest?
  • Hätten wir uns noch irgendwas unbedingt ansehen sollen
  • Was war bisher eure coolste Städtereise?

Liebe Grüße,

Joanna

Städtereise hoch 8 – Teil 1

Das hier wird der erste Post in einer ganzen Reihe, die jetzt so nach und nach kommt. Dieses Jahr hatte ich nämlich das große Glück mit meinem Freund eine Interrail-Tour machen zu können. Wer mir auf Instagram folgt, der hat vielleicht schon den ein oder anderen Post gesehen. Mindestens zu Krakau, Budapest und Wien werden hier noch spezielle Artikel folgen, vielleicht auch zu mehr, mal sehen wie viel Zeit ich habe.

Die Tour hat in Dortmund angefangen, von da aus sind wir morgens früh an einem Montag nach Berlin gefahren, haben einen schönen Vormittag am Spreeufer verbracht und sind dann mit dem Berlin-Warschau-„Express“ in die polnische Hauptstadt gefahren.

Das Express steht in Anführungsstrichen, weil Express für mich heißt, dass man in vier Stunden von Dortmund nach Berlin kommt und nicht, dass man acht statt geplanten sechs Stunden von Berlin nach Warschau braucht. Dass die Klimaanlage in unserem Wagen ausgefallen ist, hat die Fahrt bei über 30 Grad durch die pralle Mittagshitze nicht wirklich angenehmer gemacht.

Mich hat die Zugfahrt ziemlich fertig gemacht, der ganze Tag, die ungewohnte Hitze, sind mir ziemlich auf den Magen geschlagen, sodass ich unseren einen Tag, den wir in Warschau hatten, gar nicht so richtig genießen konnte.

Mit vielen Besuchen an Wasserspielen haben wir uns aber ein bisschen Abkühlung verschafft und das beste aus dem Tag gemacht.

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Die Warschauer Museen hatten fast alle zu, möglicherweise weil der 1. August ein Gedenktag an den Warschauer Aufstand ist, aber nach der Enttäuschung, nicht in den riesigen Kultur- und Wissenschaftspalast zu kommen, haben wir uns entschieden, zum Kopernikus-Zentrum zu fahren.

Da haben wir geschlagene zwei Stunden gewartet, bis wir in das interaktive Museum durften, aber es hat sich gelohnt. Ich weiß gar nicht, womit man es vergleichen kann, am ehesten würde mir das Odysseum in Köln einfallen, aber das in Warschau war viel viel größer.

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Es ging warm weiter, weil wir immer weiter gen Süden gefahren sind. Unsere zweite Station war dann Krakau, die Hauptstadt des ehemaligen Königreiches Polen.

Wir hatten ein Airbnb direkt in der Nähe des Hauptbahnhofes Krakow Glowny gebucht, damit wir unsere Sachen nicht so weit schleppen mussten, und sind direkt in die Altstadt gegangen. Es war ein bisschen wie der Eintritt in die Winkelgasse, um die Altstadt herum wurde ein großes Parkareal angelegt, wo die Leute durchschlendern und sich entspannen, sobald man durch das Tor ging, waren überall Geschäfte und Menschen, die Promotion für Clubs oder Bars machten. Und es waren unglaublich viele Touristen da.

Im Herzen der Altstadt Krakaus liegt der Rynek Glowny, der Hauptmarkt, einer der größten Plätze in Europa. Nach dem Shoppen und Sightseeing tummeln sich hier alle Touristen in Restaurants und Cafés.

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Die Marienkirche ist so ziemlich das Wahrzeichen von Krakau. Zu jeder vollen Stunde spielt ein Trompeter den „Hejnal“, eine Triumph-Melodie in alle vier Himmelsrichtungen von dem linken Turm aus und winkt zu den Leuten runter.

Am zweiten Tag in Krakau sind wir durch die Mittagshitze gelaufen, um zur Emaille-Fabrik von Oskar Schindler zu kommen, dem Mann, der viele Juden vor dem sicheren Tod bewahrt hat und dabei sich selbst auch gefährdet hat. Die Fabrik ist heute ein Museum zum Gedenken an den Holocaust. Es ist interessant, aber es war viel zu voll und zu eng. Rollstuhlgerecht war das Museum auch nicht wirklich.

Wie sieht es bei euch aus?

  • Mögt ihr Städtereisen?
  • Wart ihr schonmal in Warschau oder Krakau?
  • Geht ihr gerne in Museen?

Ich freue mich auf eure Kommentare!

Bis dann,

Joanna

 

Weekly Update No. 3 – ACC, BVB und DB

First things first

Ich war krank. Deshalb gibt es erst jetzt ein Update, aber gut, vielleicht streichen wir das -ly aus dem Titel und dann passt es wieder.

Während ich mich mit Medikamenten zugepumpt habe, sind mir aber sich ein paar Ideen für Blogposts gekommen, die ich auch bestimmt bald umsetzen werde. Ihr könnt euch auf folgendes freuen: Hannah wird sich anhand von 13 Fragen, die ich ihr gestellt habe vorstellen und sie beantworten, ich werde euch einen Einblick in meinen Musikgeschmack gewähren und ich werde euch meine fertige Route für die Interrail Reise mit meinem Freund zeigen. Vielleicht schaffe ich es auch, ein bisschen über Osterbräuche bei uns auf dem Land zu berichten. Oh yes. Das nenne ich mal Programm.

Der ewige Zweite

Naja, Platz zwei in der Tabelle zu erreichen wird für den BVB in dieser Saison wohl ein Wunschtraum bleiben, außer bei RB Leipzig und der TSG 1899 Hoffenheim passiert irgendetwas gravierendes, dass alle drei Torwarte ausfallen oder die Hälfte des Kaders krank ist (wünsch ich natürlich niemandem, auch wenn sich Timo Werner gerne mal an einem Energydrink verschlucken darf). Die bisherige Saison hat mein Bild von Fußball irgendwie ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Überall steht Kommerz an erster Stelle und, egal ob das vorher schon so war, ein Verein wie RB Leipzig ist eine Bedrohung für 50+1. Erst Sonntag lief nach der Bundesliga eine Talkende zu dem Thema, unter anderem zu Gast war Martin Kind, der dafür bekannt ist, dass er 50+1 abschaffen will.

Für alle, die keine Ahnung von Fußball und der Bundesliga haben. 50+1 heißt, dass weniger als die Hälfte der Stimmberechtigten eines Vereins von Investoren und Kapitalanlegern gestellt werden dürfen. Der Verein hat also mehr Macht als sein Sponsor. Einige Geschäftsführer und Manager, unter anderem eben besagter Martin Kind, finden die Regel überholt und wollen sie abschaffen.

In England gibt es diese Regel nicht mehr und so haben ausländische Anleger viele der Vereine unter Kontrolle und scheißen, auf gut deutsch gesagt, auf die Fans. Trikot- und Ticketpreise werden erhöht und man nimmt in Kauf, dass keine Stimmung mehr in den Stadien ist. Es geht nur um Profit. Mit dem Fußball, wie ich ihn verstehe, hat das nicht mehr viel zu tun.

Tut mir Leid an alle, die sich durch diesen Abschnitt gequält haben, aber mich berührt das Thema sehr. Ich weiß, dass es ohne Geld nicht geht, aber die Frage ist, ob der Sport nicht wirklich massiv darunter leidet und kleinere Vereine nach und nach den Bach runtergehen werden.

Jedenfalls, der mein geliebter BVB hat gegen die Bayern verloren. Verdient. 4:1. Ich trauere noch, aber heute steht schon das nächste Spiel gegen den AS Monaco an. Da muss ein Sieg her. Echte Liebe! You’ll Never Walk Alone!

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Das (für mich) schönste Stadion der Welt von der Südtribüne aus

Abgehängt – zum Schluss

Düsseldorf ist ja wirklich eine schöne Stadt, aber auf meinem Weg zu den Eltern komme ich nicht umhin, auch durch weniger schöne Städte zu fahren. Nehme ich den RE 1, durchquere ich einmal das gesamte Ruhrgebiet mit den Prachtbahnhöfen Mülheim an der Ruhr oder Bochum-Wattenscheid. Nehme ich den RE 4, muss ich durch Wuppertal. Durch ganz Wuppertal. Von Vohwinkel bis Oberbarmen nehmen wir alles mit und danach kommen dann wunderschöne Orte wie Schwelm oder Ennepetal-Gevelsberg und zur Krönung noch Witten. WITTEN! Wer schonmal da war, weiß… Da braucht man gar nicht rauszugucken.

Jedenfalls fahre ich des Öfteren durch Wuppertal, weil es für mich eine Zeitersparnis von einer halben Stunde auf den gesamten Weg bedeutet. Um Ostern rum… hat jetzt aber die Deutsche Bahn beschlossen… Wuppertal einfach mal von der kompletten Welt abzukapseln. Es fährt nur noch Schienenersatzverkehr und die halbe Stunde ist für mich definitiv weg, wenn ich zu meinen Eltern fahre. Noch viel besser ist aber, dass auch vorher niemand wirklich gut zum Bahnhof in Wuppertal kam. Autos hatten keine Möglichkeit irgendwie in einen Bereich von gefühlt einem Kilometer um den Bahnhof herum, zu parken und Leute abzuladen. Wie ältere Menschen das machen, ist mir ein Rätsel.

Da nehm ich am Wochenende doch lieber den RE 1.

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Zugegebenermaßen recht schöner Ausblick aus dem RE 1 auf der Fahrt von Dortmund nach Düsseldorf

Chag Sameach

All meinen jüdischen Freunden wünsche ich jetzt noch ein wunderschönes Pessach-Fest, mögen euch die Matzen nicht am Ende zum Hals raushängen. Meinen christlichen Freunden ein schönes Osterfest und viel Glück bei der Eiersuche!

Bis dann,

Joanna

 

Segways & Selfiesticks – Das Paris Tschechiens

„Hier war mein Gymnasium, dort in dem Gebäude, das herübersieht, die Universität und ein Stückchen weiter links hin mein Büro. In diesem kleinen Kreis“ – und mit seinem Finger zog er ein paar kleine Kreise – „ist mein ganzes Leben eingeschlossen.“

Franz Kafka

Fast zwei Monate hatte ich Zeit, mich auf diesen Trip zu freuen. In zweierlei Hinsicht war es nämlich eine Jungfernfahrt für mich. Erstens war es das erste Mal, dass ich ohne meine Eltern oder die Schule ins Ausland gefahren bin, zweitens war es das erste Mal, dass ich mit meinem Freund ein paar Tage weg war.

Die Tatsache, dass wir beide bereits in Prag waren, machte vieles einfacher. Wir wussten in etwa, zu welcher Bahnstation wir mussten, um in die Altstadt zu gelangen und gute, nicht zu teure Locations zum Essen kannten wir auch.

Bei mir war es knappe 2 1/2 Jahre her, dass ich dort war, bei Alex etwa fünf. Die Sache, die uns sofort ins Auge fiel und zumindest bei mir wurden sämtliche Alarmglocken ausgelöst alleine durch die Anwesenheit gefühlter Tausende von Segways, die überall in der Stadt rumfuhren. Aber die Segways an sich waren nicht das schlimme. Die Leute auf ihnen drauf, die keine Ahnung haben, wie man lenkt, bremst oder langsamer fährt, stellen eine ernsthafte Bedrohung dar, besonders zu den Stoßzeiten. Zu jeder vollen Stunde, weil dann die Astronomische Uhr ihr Glockenspiel spielt – ein Riesenspektakel um vielleicht 30 Sekunden Action, in der die zwölf Apostel am Fenster vorbeifahren durch ein mechanisches Irgendwas. Und mittendrin diese Segways. Furchtbar.

Die Rolltreppen sind nach wie vor ein Highlight – also die zur Metro nach unten. Die Gesteinsschichten liegen nämlich unter der Stadt irgendwie so, dass die U-Bahn-Tunnel ganz schön tief unten gebaut werden mussten. Die Rolltreppen sind entsprechend tief, steil und unheimlich schnell. Ich will gar nicht wissen, wie viele Touris sich jeden Tag irgendwas brechen, weil sie die Geschwindigkeit maßlos unterschätzen.

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Asiatische Reisegruppen sind natürlich auch überall vertreten. Vorzugsweise mit Selfiesticks oder Segways oder auch beidem zusammen und gleichzeitig (AAAAARGHHHH!). Sie sind die coolsten, wenn sie cruisen, wenn sie durch die City düsen. Ja. Genau.

Das Phänomen Selfiestick ist ja auch genauso wie Big Brother oder Dschungelcamp, alle finden’s scheiße, aber heimlich findet man es doch ganz amüsant und legt sich so eine Armverlängerung zu. Ich meine, praktisch sind die schon. Man kann größere Gruppen fotografieren und vielleicht auch noch ein bisschen Hintergrund bei seinem Twofie haben, wenn man möchte.

Prag ist eine krasse Touristenstadt. Wir haben vor allem Deutsche gesehen und gehört. Es waren wirklich unfassbar viele. Aber die allermeisten der Touristen, eine gefühlte Million, tummelt sich auf der Karlsbrücke. Tagsüber kann man kaum drüber gehen, so voll ist es, man wird fast über den Haufen gerannt.

Bier ist ziemlich billig, aber auch echt gut. Meistens gibt es Pilsner Urquell, ab und zu auch Bier von kleineren lokalen Brauereien.

Hier eine kurze Zusammenfassung, was man in Prag machen sollte:
– Prager Burg mit Goldenem Gässchen (die Nummer 21 ist Kafkas Geburtshaus)

– Jüdisches Museum (die Altneusynagoge kostet horrenden Extraeintritt, für die Herren lohnt sich das, für die Damen eher weniger)

– Kafka-Museum

– Karls-Brücke

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– Bier trinken

– Aufgepasst vor Touristenfallen, direkt am Platz mit der astronomischen Uhr ist Essen und Trinken viel zu teuer

– Knödel und Gulasch essen, generell ist die Böhmische Küche unheimlich geil und empfehlenswert

– Wenzelsplatz, Richtung Bahnstation Mustek laufen = Einkaufsstraße mit ganz coolen Stores

Man kommt übrigens echt gut mit dem Fernbus nach Prag, das ist nicht ganz so teuer und auch halbwegs bequem.

So, ich könnte an dieser Stelle noch viel mehr erzählen, aber ich möchte ja kein Tagebuch führen à la „Heute haben wir x gemacht, morgen wollen wir y machen. Und das war funny und das war langweilig.“ Nee, ich wollte euch nur einen kleinen Einblick in den Urlaub und die Stadt geben, um vielleicht euer Interesse zu wecken. Besonders für Studenten eignet sich die Stadt, da man auch echt gut und preiswert übernachten kann.

Mein nächste Post wird endlich mein schon lange geplanter Outfit-Post sein. Ihr könnt euch freuen, es wird frühlingshaft!

To be continued…

Joanna

PS: Fahrt nach Prag, wenn es etwas wärmer wird, so im April/Mai, oder wieder etwas kälter September/Oktober, sonst ist es entweder zu kalt (der Wind fegt ziemlich krass von der Moldau her und meine Sonnenbrille habe ich durch Ohrwärmer ersetzt :D) oder so warm, dass man eingeht.